Manche Veranstaltungen besucht man. Bei manchen gehört man dazu.
Impact gehört für mich zur zweiten Kategorie.
2018 stand ich zum ersten Mal auf einer Impact-Bühne. Seitdem habe ich erlebt, wie diese Konferenz von einem ambitionierten Treffen mitteleuropäischer Wirtschafts- und Politikführer zu etwas wirklich Weltklasse gewachsen ist — einem Ort, an dem die wichtigsten Gespräche unserer Zeit nicht nur in der Theorie stattfinden, sondern von Angesicht zu Angesicht, vor tausenden Menschen, die wirklich Entscheidungen treffen.
Dieses Jahr war die 11. Ausgabe. 2 Tage. 9 Bühnen. 649 Redner. Knapp 6.000 Teilnehmer. Und eine Energie, die einen — egal wie viele Jahre man schon dabei ist — jedes Mal wieder anders trifft als alles andere im Kalender
Was Impact ist — für alle die noch nicht da waren

Impact zu beschreiben ist schwierig, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Technisch gesehen ist es eine Konferenz — zwei Tage, mehrere Bühnen, das Pozna? Congress Center im Dauerbetrieb von morgens bis abends. Aber das ist so, als würde man den Ozean als großen Teich bezeichnen.
Es ist ein lebendiges Ökosystem. Ideen leben hier anders. Menschen hören anders zu. Gespräche, die auf der Bühne beginnen, werden beim Kaffee weitergeführt, beim Abendessen, in den Gängen. Es gibt eine Energie bei Impact, die ich bei keiner anderen Veranstaltung bisher so erlebt habe.
Und jedes Jahr verlasse ich Impact mit demselben Gedanken: Wie schaffen die das, es immer noch besser zu machen?
Die Hauptbühne: Wo Geschichte in Personen lebt
Das Programm von Impact’26 war außergewöhnlich — selbst für Impact-Verhältnisse.
Donald Tusk, Ministerpräsident von Polen, eröffnete die Konferenz.

Daron Acemoglu, der Wirtschafts-Nobelpreisträger 2024, stellte die Frage, die über den gesamten zwei Tagen schwebte: Wer gewinnt und wer verliert im Zeitalter der künstlichen Intelligenz? Seine Antwort war präzise, unbequem und notwendig.
Amal Clooney kam für ein Gespräch über Gerechtigkeit, Solidarität und den Mut zum Weiterkämpfen vor Ort — auch dann, wenn das Recht selbst unter Druck gerät.

Scott Galloway hielt die Art von Vortrag, nach der man sofort jemanden anrufen möchte, der einem wichtig ist.
Jeff Koons sprach darüber, was mit Kreativität im Zeitalter des Algorithmus passiert. Nicht das, was man erwartet hätte. Besser.
Justin Trudeau, ehemaliger Premierminister Kanadas, schaffte etwas, das im aktuellen Klima fast revolutionär wirkte: Optimismus verbreiten— aber nicht als Naivität, sondern als notwendige Strategie. Eine Meisterklasse in Haltung. Und eine Erinnerung daran, dass gute Redner nicht informieren, sondern inspirieren.

Die Mastercard Bühne: Finanzindustrie im Fokus
Mein Territorium an beiden Tage war die Mastercard Stage — gewidmet der globalen Wirtschaft, dem Bankensektor und dem digitalen Handel.

Die Gespräche reichten vom Finanzsektor in den CEE & SEE Regionen bis zu Agentic AI, das unser Einkaufsverhalten verändert — von der Interoperabilität europäischer Zahlungssysteme bis zur Frage, ob Banken in ihrer heutigen Form überhaupt noch eine Zukunft haben.
Über zwei Tage hatten wir Zentralbanker und die CEOs einiger der wichtigsten Finanzinstitutionen Europas auf der Bühne.
Ich hatte außerdem das Vergnügen, mein eigenes Panel zu moderieren: Big Vision, Macro Forces — über den Aufbau von Wettbewerbsvorteilen im europäischen Banking und digitalen Handel. Fünf Panelisten, fünf sehr unterschiedliche Perspektiven — und genau die Art von Gespräch, für die Impact gemacht wurde.

Was bleibt von Impact?
Nach sieben Jahren sollte man sich daran gewöhnt haben. Habe ich nicht.
Was mich immer wieder zurückbringt, ist nicht nur die Qualität der Redner, die Produktion oder der Umfang. Es ist die Absicht dahinter. Impact wird von Menschen aufgebaut, die wirklich glauben, dass das Zusammenbringen der richtigen Personen — und das Schaffen der richtigen Bedingungen für echte Gespräche — etwas verändert. Nicht als Slogan. Als Praxis.

An das gesamte Impact-Team: Danke. Für das Vertrauen, Jahr für Jahr. Dafür, dass ihr das Format immer weiterentwickelt. Für eine Veranstaltung, die mich jedes Mal besser in dem macht, was ich tue.
Und an alle Redner, Panelisten und alle, die in diesen Räumen saßen: Das Gespräch endet nicht, wenn das Mikrofon ausgeht. Darum geht es.
Ich freue mich auf Impact’27.
